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Vom Babyphone bis zur Überwachungskamera: Die Zahl der internetfähigen Geräte in Haushalten steigt, so die Prognose der Marktforschung.

Das Internet der Dinge (englisch Internet of Things, kurz IoT) besteht aus modernen Haushaltsgeräten und elektronischen Alltagsgegenständen, aber auch aus Produktionsmitteln mit künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Gemein ist ihnen, dass sie den Menschen bei seinen Tätigkeiten unterstützen sollen. Das Institut zur Marktforschung Gartner hat nun eine Prognose zu weiterem Wachstum des Internet der Dinge im Jahr 2017 veröffentlicht: Gartner geht von einem Zuwachs der Geräte um rund ein Drittel aus, damit gäbe es rund 8,4 Milliarden Alltagsgegenstände und Helferlein mit Internetanschluss, bis 2020 würde die Anzahl auf rund 20 Milliarden Geräte steigen – bei konservativer Schätzung. Auch zum vermuteten Umsatz äußerten sich die Marktforscher, dieser würde auf rund zwei Billionen US-Dollar anwachsen.

Absatzmärkte für Geräte des IoT sind neben China und den Vereinigten Staaten auch die westeuropäischen Länder, zusammen würden hier rund 60 Prozent der IoT-Kleinstcomputer verkauft. Federführend seien die Konsumenten, die vernetzte Geräte in jeder erdenklichen Form kauften, beispielsweise Überwachungskameras für das Eigenheim und Babyphones mit Internetanschluss. In der Industrie hingegen gäbe es zwar grundsätzlich auch einen Trend zur Fernsteuerung und Automatisierung, die dort verwendeten Geräte seien aber oft sehr spezialisiert und würden deshalb lediglich in kleiner Stückzahl abgesetzt. Das generelle Wirtschaftswachstum in den Industriezweigen Maschinenbau und Produktion bedeute trotzdem einen Zuwachs an internetfähigen Geräten, etwa würden in modernen Industrieanlangen häufig über einen Netzweranschlus auslesbare Sensoren verbaut, die eine präzisere Messung der relevanten Kennzahlen ermöglichen. Allerdings sei durch moderne statistische Verfahren auch mit den bestehenden Geräten eine Produktions- und Effizienzsteigerung möglich, da die Datengrundlage heute deutlich besser ausgewertet werden könne, als noch vor einigen Jahren. Zudem werde an die Industrie oft ein besonderer Anspruch an den Umgang mit anfallenden Daten erhoben, durch Datenschutz- und Gesetze zum Persönlichkeitsrecht. Der gesellschaftliche Umgang mit dem Internet of Things in dieser Hinsicht kann eine Entwicklung an den Prognosen der Marktforscher vorbei ergeben.

Sophie Wieninger

Author Sophie Wieninger

Mein Name ist Sophie Wieninger und ich studiere Journalistik an der TU Dortmund. Die crossmediale Ausrichtung von MEYER MEDIEN ist für mich eine spannende Herausforderung, weil ich mit Blick auf die Zukunft von der Vernetzung multimedialer Inhalte überzeugt bin.

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